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Wednesday, August 5, 2020

Cloudlösungen sind der Schlüssel: CT-Trendbericht: Überwachung von Pumpen und Kompressoren - FinanzNachrichten.de

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Zu teuer, zu wenig aussagekräftig, zu anfällig - wenn es um die Überwachung von Pumpen kleiner und mittlerer Leistung in den Betrieben der Chemie geht, dann stellten die Betriebsingenieure in der Vergangenheit den am Markt verfügbaren Überwachungslösungen häufig ein schlechtes Zeugnis aus. Zusätzliche Sensoren können zwar ungewollte Zustände wie Leckagen, Trockenlauf oder heißgelaufene Lager signalisieren, für einen rechtzeitigen Eingriff, um einen Stillstand zu verhindern, ist es dann aber meist schon zu spät. Also lieber doch das klassische Redundanzkonzept?

In der Vergangenheit war dies vor allem in den Betrieben der Chemie häufig die Antwort. Ungelöst blieb häufig die Frage, wie die teure Redundanz verzichtbar werden kann, ohne dass die Anlagenverfügbarkeit leidet - und das zu einem vertretbaren Preis. Zudem - so die Forderung der Anwender - sollte eine Überwachungslösung nicht nur Daten wie Schwingungsverhalten oder eine steigende Temperatur liefern, sondern Ursachen und Lösungen im Klartext zeigen. "Die Anwender wollen keine Daten auswerten, sondern klare Handlungsempfehlungen", bringt Adalbert Weigler, Business Development Manager Industrie, beim Pumpenanbieter Grundfos die Anforderung auf den Punkt. Denn immer häufiger fehlt in den Betrieben das Erfahrungswissen, um Daten interpretieren und in konkrete Maßnahmen umsetzen zu können.

Das Potenzial für den Einsatz von Überwachungssystemen, die neben der reinen Fehlersignalisierung laufend die Asset Performance überwachen, ist riesig. Das Beratungsunternehmen Deloitte attestierte dem Ansatz 2017 in einer Studie, dass vorausschauende Wartung die für Wartungsarbeiten benötigte Zeit um 20 bis 50 % senken und die Verfügbarkeit der Anlagen um 10 bis 20 % steigern helfen kann. Insgesamt rechnen die Berater damit, dass Predictive Maintenance dazu beitragen kann, Wartungskosten um 10 bis 55 % zu senken.

Die Chancen dafür stehen derzeit so gut wie nie zuvor: Einerseits haben Pumpenhersteller inzwischen viel über die Ursache-Wirkungsmechanismen bei Störungen und Schäden an Kunden gelernt und bringen dieses Erfahrungswissen mittlerweile in eigenen Expertensystemen zur Anwendung. Andererseits sind mit der Standardisierung einer Industrie-4.0-Verwaltungsschale für Pumpen in 2019 sowie dem Öffnen eines zweiten Informationskanals neben der klassischen Automatisierungsstruktur von Prozessanlagen (Namur Open Architecture) wesentliche Voraussetzungen geschaffen worden, um die Daten aus der Pumpe in externen Cloudlösungen auswerten zu können. "Das Ziel heißt: Vom Alarm hin zu echter vorausschauender Wartung", verdeutlicht Miriam Rischer, Projektleiterin für die Überwachungslösung KSB Guard beim Frankentaler Pumpenhersteller KSB.

Langzeit-EKG der Maschinen

In der Praxis basiert die Instandhaltung von Pumpen bislang häufig auf regelmäßigen, aber doch sporadischen Begehungen. "Heute werden oft nur einmal pro Quartal Schwingungen aufgezeichnet - das ist aufwendig und zeichnet nur ein lückenhaftes Bild", berichtet Rischer. Der Trend geht deshalb hin zu einer kontinuierlichen Datenaufzeichnung und -auswertung, quasi einem ständigen Langzeit-EKG. Ein Paradigmenwechsel gegenüber der bisherigen Vorgehensweise, bei der Daten aus dem Feld zwar in den "Historians" der Prozessleit- und Wartungssysteme gespeichert werden, aber anschließend lediglich zur nachträglichen Fehleranalyse genutzt werden. Ein Aspekt, den auch Dr. Christian Hansen, CTO beim Exzenterschneckenpumpen-Spezialisten Seepex betont: "Heute werden häufig noch rein statische Daten in Form von ...

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August 05, 2020 at 12:34PM
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